Mikro-Pinzette

Eine praktische Greifvorrichtung
Ein universell einsetzbarer Greiferkopf mit einer feingeschliffenen Pinzettspitze. Je nach Verwendung kann diese Spitze an ihrem Vorderende feingeschliffen und geläppt sein, oder nachträglich geätzt. Durch gezieltes Ätzen werden Spitzenformen erreicht, die mechanisch nicht oder nur mit größtem Aufwand herstellbar sind. Die Maße der Spitzenregion sind in weiten Grenzen variabel, von einigen Zehntelmillimetern bis zu wenigen µm Radius.
Neben der einfachen Handhabung ist die robuste Bauweise von großem Vorteil. Kleinere Schäden an der Spitze sind recht einfach zu beheben.
Wird in die Spitze selbst eine lithographierte Struktur in Form einer weiteren winzigen Pinzette eingeklebt, so lässt sie sich mit den beiden Backen der großen Pinzette schließen und öffnet sich mit ihrer eigenen Federkraft: damit können noch Partikel erfaßt werden, die eine weitere Größenordnung kleiner sind.
f_5-6b   f_5-6c
Abb.2: Nach dem Planschleifen der Innenseiten werden die Spitzen in fest geschlossenem Zustand endbearbeitet und schließlich an der Vorderkante plangeläppt, um gleiche Längen zu erhalten.   Abb.3: Auch nach dem Ätzvorgang bleiben die Greifer auf den Innenseiten exakt parallel. Nur die Spitzen werden, je nach Steuerung des chemischen Angriffs zu mehr oder weniger langen, schlanken konischen Strukturen ausgeformt.
Arbeiten mit dem Hebelgreifer
Die Greifbewegung wurde bewußt einseitig, also nicht der "Daumen und Zeigefinger"-Analogie entsprechend gewählt: Einseitige Greifbewegung ist leichter zu steuern. Der hier gezeigte Greifer wird 90° zur Seite gedreht, um zwischen seine Anlageflächen blicken zu können, eine Seite wird der zu greifenden Probe angeschmiegt, die andere fährt bis zum Schließen dagegen. So wird die Probe beim Greifen kaum oder gar nicht verschoben.

Abb.1: Hebelgreifer aus Edelstahl

Abb.1: Hebelgreifer aus Edelstahl

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